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Gebärmutterhalskrebs und HPV-Viren

 

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Gebärmutterhalskrebs

Eine wichtige Ergänzung - Untersuchung des Gebärmutterhalskrebs-Risikos

 

Jährlich erkranken 6.000 Frauen in Deutschland an Gebärmutterhalskrebs. Wenn der Krebs in einem frühen Krankheitsstadium entdeckt wird, betragen die Heilungschancen jedoch nahezu 100 Prozent. Es sollte also alles getan werden, um schon Verdachtsfälle zu erkennen.

Die Krankenkassen zahlen für Frauen ab 20 jährlich einen so genannten Pap-Abstrich, um veränderte Zellen am Gebärmutterhals frühzeitig zu erkennen. Diese Standarduntersuchung kann Zellveränderungen, nicht aber die Ursache dieser Veränderungen nachweisen.

Seit einigen Jahren ist jedoch bekannt, dass der Gebärmutterhalskrebs in erster Linie durch bestimmte Erreger ausgelöst wird. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von HPV-Viren (humane Papillom-Viren).
Diese Viren werden durch Geschlechtsverkehr übertragen, am häufigsten im Alter zwischen 20 und 25 Jahren. Insgesamt machen bis zu 50 Prozent der sexuell aktiven Frauen im Laufe ihres Lebens eine HPV-Infektion durch. Bei 80 Prozent dieser Frauen bekämpft die körpereigene Abwehr die Infektion innerhalb eines Jahres erfolgreich, während bei 20 Prozent eine chronische Infektion über Jahre fortbesteht. Genau diese Gruppe von Frauen hat ein stark erhöhtes Risiko, Gebärmutterhalskrebs zu entwickeln.

Mit einem so genannten HPV-Test kann eine Infektion durch krebserregende HPV-Typen nachgewiesen werden kann. Der HPV-Test ergänzt damit die Standarduntersuchung und trägt dazu bei, die Früherkennung zu verbessern und das Risiko einer schwerwiegenden Erkrankung für viele Frauen zu minimieren.

Leider werden die Kosten dieses Tests noch nicht von den Krankenkassen übernommen. Wenn Sie trotzdem an dieser Vorsorgeleistung interessiert sind, sprechen Sie einfach Ihren Arzt darauf an. Immer mehr Ärzte bieten ihren Patienten im Rahmen einer optimierten Vorsorge die qualitätsgesicherten MedWell-Leistungen an.

Zur Vorab-Information können Sie sich zu dieser und anderen sinnvollen Labor-Leistungen eine Patienten-Broschüre herunterladen.

Impfung gegen HPV ersetzt HPV-Test nicht

Seit Oktober 2006 steht in Deutschland ein Impfstoff zur Verfügung, der vor der Infektion mit den beiden häufigsten an der Krebsentstehung beteiligten HPV-Typen schützt, HPV16 und 18.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) im Robert-Koch-Institut empfiehlt die Impfung für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren, am besten vor dem ersten Geschlechtsverkehr. Aufgrund dieser Empfehlung müssen die gesetzlichen Krankenkassen die Impfung für die genannte Zielgruppe bezahlen. Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten auch für Frauen zwischen 18 und 26 Jahren. Es lohnt sich auf jeden Fall, bei der Krankenkasse nachzufragen.