Darmkrebs
Nach wie vor notwendig - Stuhltest zur Darmkrebs-Vorsorge
An keinem anderen Karzinom erkranken in den westlichen Ländern so viele Menschen.
Meistens sind dies Männer und Frauen zwischen 50 und 70 Jahren. Rechtzeitig erkannt, ist Darmkrebs gut behandelbar. Eine einzige Stuhlprobe genügt für den Test.
Wenn von Darmkrebs die Rede ist, dann ist damit eigentlich immer eine Erkrankung des Dickdarms gemeint. Sie entwickelt sich in der Regel über einen langen Zeitraum aus gutartigen Vorstufen, ohne dass irgendwelche Beschwerden auftreten. Meist entdeckt sie der Arzt bei einer Laboruntersuchung, indem er Blutbeimengungen im Stuhl findet, die mit dem bloßen Auge vielfach nicht erkennbar sind. Oft beginnt dann ein Kampf auf Leben und Tod, denn trotz Operation, Chemotherapie und Bestrahlung ist die Sterblichkeit immer noch sehr hoch.
Eine Früherkennung in einem Stadium, in dem der Tumor noch nicht weit fortgeschritten ist, bietet hingegen sehr gute Heilungschancen bei vergleichsweise wenig eingreifenden Behandlungsmethoden. Deshalb sind alle Anstrengungen darauf ausgerichtet, den Krebs möglichst im Anfangsstadium zu entdecken. GKV-Versicherte haben seit Oktober 2002 Anspruch auf eine Darmspiegelung (Koloskopie) - allerdings erst ab dem 56. Lebensjahr. Nach zehn Jahren kann diese Untersuchung auf Kosten der Kassen erneut durchgeführt werden.
In der Zwischenzeit und bei jüngeren Versicherten ohne gesetzlichen Anspruch auf Koloskopie sollten jedoch immer wieder Kontrolluntersuchungen auf verborgenes Blut im Stuhl vorgenommen werden. Dies gilt natürlich auch für alle diejenigen, die - aus welchen Gründen auch immer - die Durchführung einer Vorsorge-Koloskopie ablehnen.
Die von den Krankenkassen erstatteten Stuhltests unterscheiden allerdings nicht zwischen menschlichem und tierischem Blut, beispielsweise aus der Nahrung. Deswegen kann man den Ergebnissen nicht immer trauen.
Der im MedWell-Angebot ausgewählte Test untersucht den Stuhl auf menschliches Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, und seine Abbauprodukte. Er ist nicht nur genauer als andere Tests, er erspart dem Patienten auch die ansonsten übliche mehrtägige Diät. Außerdem müssen nicht mehr drei Stuhlproben an drei aufeinanderfolgenden Tagen genommen werden; eine einzige Probe reicht für den Test aus.
Bei Verdacht auf einen Darmtumor werden - auf Kosten der gesetzlichen Krankenkasse - weitere Untersuchungen durchgeführt, in aller Regel eine Darmspiegelung. Dafür ist es natürlich von Vorteil, wenn der Vorsorgetest so gut wie möglich ist, denn so werden möglichst keine Untersuchungen fälschlicherweise unterlassen. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt werden in einem persönlichen Gespräch gerne mit Ihnen erörtern, ob auch bei unauffälligem Labortest eine Darmspiegelung als ergänzende Früherkennungsmaßnahme sinnvoll ist.
Übrigens: Man nimmt heute an, dass die Entstehung von Darmkrebs auch von der Ernährungsweise beeinflusst wird. Auch aus diesem Grund empfiehlt sich daher eine ausgewogene ballaststoffreiche und fettarme Ernährung.
Sind Sie an dieser Leistung interessiert, so sprechen Sie einfach Ihren Arzt darauf an. Immer mehr Ärzte bieten ihren Patienten im Rahmen einer optimierten Vorsorge die qualitätsgesicherten MedWell-Leistungen an.
Zur Vorab-Information können Sie sich zu dieser und anderen sinnvollen Labor-Leistungen eine Patienten-Broschüre herunterladen.


